Eishockey : Düsseldorf komplettiert DEL-Halbfinale

Die DEG Metro Stars haben mit einem 5:0-Sieg gegen die Krefeld Pinguine als viertes und letztes Team das Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreicht. Derweil stehen die Nürnberg Ice Tigers nach monatelangem Tauziehen um die finanzielle Rettung vor dem Aus.

DüsseldorfDie DEG Metro Stars haben als viertes und letztes Team das Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreicht. Die Düsseldorfer gewannen am Donnerstag das entscheidende Viertelfinal-Duell gegen die Krefeld Pinguine klar mit 5:0 und entschieden damit die "best-of-seven"-Serie mit 4:3 für sich. In der am Sonntag beginnenden Vorschlussrunde trifft das Team von Coach Harold Kreis auf die Hannover Scorpions von Ex-Trainer Hans Zach. Im zweiten Halbfinale stehen sich Titelverteidiger und Vorrundensieger Eisbären Berlin und Rekordmeister Adler Mannheim gegenüber. Die Nürnberg Ice Tigers - in den Vor-Playoffs an Mannheim gescheitert - stehen derweil nach einem geplatzten Investoren-Deal vor dem Aus.

Vor 10.750 Zuschauern im Düsseldorfer ISS-Dome begannen beide Teams offensiv, ließen in einer attraktiven Anfangsphase aber das allerletzte Risiko vermissen. Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe die Krefelder mit ihrer ersten Strafzeit den Hausherren das 1:0 in Überzahl durch Ryan Caldwell ermöglichten. Das in den gesamten Playoffs schwache Unterzahlspiel der Pinguine sorgte im zweiten Abschnitt für die Vorentscheidung zugunsten der DEG: Rob Collins (23.) mit einem Geniestreich aus einer Hintertor-Position und Shane Joseph (30.) erhöhten jeweils im Powerplay auf 3:0 für die Gastgeber.

Nürnberg steht vor dem Aus

Die Krefelder, die im sechsten Spiel am Dienstag ihrerseits eine 3:0-Führung und damit beinahe noch den sicheren Sieg verspielt hatten, konnten dem Sturmlauf der Düsseldorfer auch im dritten Drittel nichts mehr entgegensetzen. Die DEG beschränkte sich auf Konter und kam dabei in der 44. Minute zum vierten Treffer durch Adam Courchaine. Collins (52.) sorgte mit seinem zweiten Tor - wieder in Überzahl - für den Endstand. "Die DEG war heute einfach cleverer", analysierte Hans Zach, der in den 90er Jahren selbst in Düsseldorf auf der Trainerbank saß, beim TV-Sender Premiere.

Derweil stehen die Nürnberg Ice Tigers nach monatelangem Tauziehen um die finanzielle Rettung vor dem Aus. Eine Investorengruppe zur Rettung des fränkischen Clubs erklärte am Donnerstag überraschend ihren Rückzug. Zur Begründung hieß es, der bisherige Namenssponsor des Vereins habe sich überraschend "aus firmenpolitischen Gründen" zurückgezogen. "Unter diesen Voraussetzungen ist es dem Rest der Investorengruppe nicht mehr möglich, die Ice Tigers zu retten", hieß es in der Erklärung weiter. Nach Club-Angaben droht nun innerhalb der nächsten zwei Wochen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. (jam/dpa)