Ekelfleischskandal : Schlachtabfälle sollen künftig eingefärbt werden

Als Folge des jüngsten Skandals um als Dönerfleisch verkaufte Schlachtabfälle sollen diese künftig gekennzeichnet werden. Eine Färbung oder sogar Geruchsstoffe könnten den missbräuchlichen Verkauf verhindern.

Baden-BadenDas Verbraucherschutzministerium will dadurch den Handel mit ungenießbarem Fleisch unterbinden. Die Ressortchefs von Bund und Ländern einigten sich in Baden-Baden auf eine Kennzeichnungspflicht und forderten die Bundesregierung auf, bei der Europäischen Union auf eine EU-Verordnung zu dringen. Sollte dies nicht durchsetzbar sein, sei ein nationaler Alleingang notwendig. Man könne das nicht zum Verzehr zugelassene Fleisch einfärben oder auch durch Geruchsstoffe kennzeichnen, hieß es nach der Konferenz.

Die Verbraucherschutzminister einigten sich zudem auf schärfere Maßnahmen gegen unerlaubte Telefonwerbung. Über das geplante Widerspruchsrecht hinaus sollten nach Überzeugung der Minister telefonisch geschlossene Verträge erst dann rechtskräftig werden, wenn der Kunde sie schriftlich bestätigt.

Im Kampf gegen Sicherheitsprobleme mit Spielwaren aus China dringen die Minister auf eine europaweite Kennzeichnung, die nicht unter den Standard des deutschen GS-Siegels zurückfallen dürfe. Dieses wird von einer unabhängigen Prüfstelle vergeben. (mit dpa)