Elitegymnasium in Potsdam : Ministerium lehnt Opus-Dei-Schule ab

Das Bildungsministerium hat den Antrag einer Elterninitiative zur Errichtung eines katholischen Jungengymnasiums in Potsdam abgelehnt. Ein Teil der Eltern gehört der konservativen Priesterorganisation Opus Dei an.

Claudia Keller

Die umstrittenen Pläne für ein erzkatholisches Jungengymnasium in Potsdam sind vorerst gescheitert. Das brandenburgische Bildungsministerium lehnte gestern einen entsprechenden Antrag einer Elterninitiative ab, die der katholischen Personalprälatur Opus Dei nahe steht. Ein Jungengymnasium widerspreche dem gesetzlichen Grundsatz gemeinsamen Unterrichts von Jungen und Mädchen, sagte ein Ministeriumssprecher. Auch die Stadt Potsdam ist gegen das Jungengymnasium. Die Eltern hatten angekündigt, juristisch gegen eine Absage des Ministeriums vorzugehen. Gestern wollten sie sich aber zu ihren Plänen nicht äußern. Man müsse zunächst die Argumente der Ablehnung prüfen, sagte der Vorsitzende der Elterninitiative. Opus Dei wurde immer wieder wegen angeblich undurchsichtiger Strukturen und obskurer Bußpraktiken kritisiert.

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