EM-Qualifikation : England bangt um EM-Teilnahme

Nach der Niederlage gegen Russland sind die Chancen der Engländer auf eine EM-Teilnahme drastisch gesunken. Nur ein mittelgroßes Wunder kann die Mannschaft von Nationaltrainer Steve McClaren noch retten.

Rooney
Vergebliche Mühe. Auch das Tor von Wayne Rooney verhalf England nicht zum Sieg. -Foto: dpa

MoskauEngland muss ernsthaft um die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz bangen. Nach fünf 3:0-Siegen in Serie mussten sich die Briten am Mittwochabend in Moskau Gastgeber Russland 1:2 (1:0) geschlagen geben und sind nun auf Schützenhilfe angewiesen. Denn hinter dem diesmal spielfreien Spitzenreiter Kroatien (26 Punkte) liegt England (23) in der Ausscheidungs-Gruppe E zwar weiter auf Platz zwei, hat aber ein Spiel mehr bestritten als die Russen (21), die nun die besseren Karten in der Hand halten und mit Siegen in Israel und Andorra aus eigener Kraft zur EM kommen können.

Auf Kunstrasen im Luschniki-Stadion brachte Wayne Rooney das erneut ohne der verletzten Superstar David Beckham angetretene Fußball-Mutterland in der 29. Minute zwar in Führung. Doch nach der Pause drehte der eingewechselte Pawlitschenko mit einem Doppelschlag die Partie zu Gunsten der Osteuropäer. Erst verwandelte er einen unberechtigten Foulelfmeter, dann staubte er zum Siegtor ab. Auch drei eingewechselte englische Offensiv-Kräfte schafften den Umschwung nicht.

Portugal mit großem Schritt Richtung EM

Seine Chance gewahrt hat Portugal. Durch ein mühevolles 2:1 (0:0) in Almaty gegen Kasachstan festigte der EM-Gastgeber von 2004 seinen zweiten Rang in der Qualifikations-Gruppe A. "Joker" Makulula (82.) und Ronaldo (90.) erlösten mit ihren Treffern die Portugiesen, die mit 23 Zählern hinter dem diesmal spielfreien Spitzenreiter Polen (24) rangieren. Byakows Ehrentor (90.+1) änderte daran nichts mehr. (mit dpa)