EM-Qualifikation : Irland entlässt Nationalcoach

Irlands Nationaltrainer Steve Staunton ist Opfer seiner schlechten Ergebnisse geworden. Der Verband auf der Insel entließ den früheren Nationalspieler, nachdem die "Boys in Green" die EM-Qualifikation klar verpasst hatten.

Staunton
Im Spiel gegen Deutschland des Platzes verwiesen: Steve Staunton. -Foto: ddp

DublinNach dem Scheitern in der EM-Qualifikation ist Irlands Nationaltrainer Steve Staunton entlassen worden. In einer mehrstündigen Nachtsitzung entschied das Präsidium des irischen Fußballverbandes (FAI), die Zusammenarbeit mit dem Rekordnationalspieler vorzeitig zu beenden. Sechs Tage zuvor hatte der deutsche Gruppengegner durch ein enttäuschendes 1:1-Unentschieden gegen Zypern die Qualifikation für die EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz endgültig verpasst. Wer die Nachfolge des bei vielen Fans unbeliebten Staunton antreten und das Team zur WM 2010 in Südafrika führen soll, war zunächst unklar.

Staunton hatte das Traineramt im Januar 2006 übernommen und dieses als Erfüllung seines Lebenstraumes bezeichnet. Der 38-Jährige hatte zuvor noch nie als Chefcoach gearbeitet. Nach knapp zwei Jahren wies er die schlechteste Bilanz eines irischen Nationaltrainers seit den 80er Jahren auf. Der ihm anfangs zur Seite gestellte Bobby Robson konnte aus gesundheitlichen Gründen seine Assistentenrolle nicht ausüben. Besonders gegen vermeintlich leichte Gegner taten sich die "Boys in Green" schwer. Unter anderem gestattete man San Marino beim glücklichen 2:1 den ersten Pflichtspiel-Treffer seit 1998. Bei den Duellen mit der deutschen Nationalmannschaft (0:1/0:0) zeigten die Iren hingegen gute Leistungen.

In seiner Karriere als Spieler hat Staunton mehr Erfolge feiern können. Mit Irland nahm der 102-malige Nationalspieler an den Weltmeisterschaften 1994, 1998 und 2002 teil. Mit dem FC Liverpool gewann er in England Meister- und Pokaltitel. (mit dpa)