Ende der Führungskrise : Schnappauf soll BDI-Chef werden

Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf soll neuer Hauptgeschäftsführer des BDI werden. Damit wäre der Verband endlich sein monatelang schwelendes Führungsproblem los und Schnappauf könnte elegant vor dem Gammelfleisch flüchten.

Berlin/MünchenDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) offiziell für das Amt des Hauptgeschäftsführers nominiert. Die Vizepräsidenten seien dem Vorschlag von BDI-Präsident Jürgen Thumann einstimmig gefolgt. Der 54-jährige Schnappauf solle auf einer außerordentlichen Sitzung von Präsidium und Vorstand am 24. September berufen werden. Er gelte als einer der profiliertesten deutschen Politiker in der Klima-, Umwelt- und Energiepolitik, so der BDI. Der BDI-Spitzenposten ist seit längerem vakant.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber begrüßte Schnappaufs Kandidatur beim BDI. "Ich habe ihm auf jeden Fall dazu geraten, diese Herausforderung anzunehmen", sagte Stoiber am Rande eines Besuchs in Paris. Aus bayerischer Sicht sei es von großer Bedeutung, wenn Schnappauf eine solch herausragende Funktion übernehme. Auf dem neuen Posten könne er viel bewegen, da der Klimaschutz sowohl für die Bundesregierung als auch für die Industrie Priorität habe.

Gammelfleisch brachte Schnappauf in Bedrängnis

Schnappauf ist neben der Umweltpolitik auch für den Verbraucherschutz und das Gesundheitsressort im Freistaat zuständig. Wegen der zahlreichen Gammelfleisch-Skandale in Bayern steht er in der Kritik. Für die seine Nachfolge als Minister im neuen Kabinett von Beckstein werden CSU-Generalsekretär Markus Söder gute Chancen nachgesagt.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat die Kandidatur von Schnappauf begrüßt. "Ich habe ihm auf jeden Fall dazu geraten, diese Herausforderung anzunehmen", sagte Stoiber, wo er zu einem Besuch beim französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eingeladen war. Aus bayerischer Sicht sei es von großer Bedeutung, wenn Schnappauf eine solch herausragende Funktion übernehme. Auf dem neuen Posten könne er viel bewegen, da der Klimaschutz sowohl für die Bundesregierung als auch für die Industrie Priorität habe. (mit dpa)