Energie - Bochum : Cottbus patzt bei Heimpremiere

Dank des ersten Doppelpacks von Tommy Bechmann und einer gehörigen Portion Glück hat der VfL Bochum Energie Cottbus bezwungen und den ersten Saisonsieg geholt. Die Aufholjagd der Lausitzer blieb ohne Erfolg.

Robert Semmler[dpa]

Cottbus Mit seinen Saisontreffern zwei und drei hat der dänische Stürmer Tommy Bechmann am zweiten Spieltag in der Lausitz den letztlich schmeichelhaften 2:1 (2:0)-Erfolg der Westfalen eingeleitet und dem FC Energie die Premiere der neuen und mit 8000 Zuschauern auch gleich ausverkauften Nordtribüne verdorben.

Mit einem herrlichen Distanzschuss aus 25 Metern in der 14. und einem geschickten Lupfer in der 42. Minute hatte Bechmann maßgeblichen Anteil daran, dass der VfL nach dem 2:2 gegen Werder Bremen zum Auftakt mit vier Punkten einen guten Saisonstart hinlegte. Ervin Skelas erster Bundesliga-Treffer für die Cottbuser vier Minuten nach Wiederanpfiff nutzte den Gastgeber nichts.

Mit einer starken Abwehrleistung retteten die Gäste den Erfolg. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte der VfL noch Glück, als die Energie- Stürmer Steffen Baumgart und Jiayi Shao nur den Pfosten trafen. Die Lausitzer kassierten nach dem 0:0 in Leverkusen gegen einen wahrscheinlichen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf eine bittere Niederlage.

Offensiv-Fußball nicht belohnt

Anders als noch zum Saisonauftakt bei Bayer Leverkusen spielten die Gastgeber vor 20.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft von Beginn an offensiv. Doch gefährliche Aktionen der Mannschaft von Trainer Petrik Sander, in der der Bulgare Stanislaw Angelow ein vielversprechendes Bundesliga-Debüt in der Deckung gab, waren Mangelware. Wenn die Cottbuser einmal vor dem Tor der Bochumer auftauchten, war VfL-Schlussmann Jan Lastuvka zur Stelle. So parierte der Tscheche in der 23. Minute einen Schuss von Energie-Kapitän Timo Rost. Auch Francis Kioyo (29.) schaffte es nicht, mit einem Schuss aus 20 Metern Lastuvka zu bezwingen.

Die Bochum spielten cleverer. Sie standen sicher in der Abwehr und sorgten mit ihren wenigen Kontern für Gefahr. Gleich mit ihrem ersten Schuss auf das Cottbuser Tor kam der Ruhrverein zur Führung. Bei dem überraschenden Schuss von Bechmann (14.) sah Energie-Torwart Tomislav Piplica nicht gut aus. Dagegen traf ihn keine Schuld bei Bechmanns zweitem Tor (42.) nach klugem Zuspiel von Dennis Grote. Der Däne hob den Ball über den herausstürmenden Piplica ins Netz.

Nach dem Wechsel versuchte Cottbus, eine Aufholjagd zu starten. Das Bemühen wurde früh belohnt, als Skela (49.) aus 25 Metern traf. Die Gäste erhöhten danach weiter den Druck. Von den Bochumern war im Angriff nichts mehr zu sehen. Nur selten kamen sie über die Mittellinie heraus. Trotz der drückenden Überlegenheit erspielten sich die Gastgeber kaum Chancen. Nur Dimitar Rangelow (79.) prüfte Lastuvka. Der erste Schuss auf das Energie-Gehäuse nach der Pause gab der eingewechselte Marcin Mieciel erst in der 83. Minute. Piplica war aber auf dem Posten. (mit dpa)