Energie : Probebohrungen für Erdgasspeicher bei Wittstock

Der russische Energiekonzern Gazprom hat im Norden Brandenburgs mit den Probebohrungen für den europaweit größten Speicher für Erdgas begonnen.

Wittstock Auf einem Feld nahe dem Dorf Schweinrich (Ostprignitz-Ruppin) errichtete der Konzern eine geologische Station und begann am Mittwoch offiziell mit ersten Bohrungen. In den kommenden 60 bis 80 Tagen wollen Geologen an der Stelle auf eine Tiefe von 1500 Meter vordringen. Dort vermutet der Konzern gigantische Schichten aus porösem Sandstein, die sich für die Einlagerung von Gas eignen.

Sollten die Untersuchungen erfolgreich sein, will der Energiekonzern frühestens ab 2013 bis zu acht Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Westsibirien über die geplante Ostseepipeline nach Deutschland leiten und dort einspeichern. Bereits im Herbst hatte Gazprom nahe dem mecklenburgischen Dorf Hinrichshagen (Landkreis Müritz) vergleichbare Untersuchungen durchgeführt. Die dortigen Ergebnisse werden nach Unternehmensangaben derzeit noch ausgewertet.


Sollten sich die Erwartungen von Gazprom bestätigen, stünde an den beiden Standorten zusammen eine Speicherkapazität von mehr als zehn Milliarden Kubikmetern Gas zur Verfügung. Dies wäre der größte Speicher in der EU. Als Kosten für die beiden Untersuchungen hat Gazprom rund 400 Millionen Euro veranschlagt. (ho/ddp)

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