Entführung in Afghanistan : TV-Bericht: Hoffnung für zweite deutsche Geisel

Hoffnungsschimmer im Fall der zweiten deutschen Geisel in Afghanistan: Nach Informationen des ZDF soll es "große Fortschritte" in den Verhandlungen mit den Kidnappern gegeben haben. Das Auswärtige Amt ließ die Meldung unkommentiert.

Mainz/BerlinDas ZDF berief sich in der Nachrichtensendung "heute" auf afghanische Quellen. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. Eine Sprecherin sagte am Abend: "Wir kommentieren das nicht."

Die Bundesregierung hatte zuvor mehrmals erklärt, gegenüber Forderungen der Entführer des 62-Jährigen hart bleiben zu wollen. Die Regierung sei "nicht erpressbar. Daran hat sich nichts geändert", sagte Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe) nach der Verbreitung eines Videos, auf dem die deutsche Geisel zu sehen war. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes arbeite mit Hochdruck daran, den Mann unversehrt freizubekommen, hieß es.

Rudolf B. aus Bayern war am 18. Juli gemeinsam mit Rüdiger D. in Afghanistan entführt worden. Die Mitarbeiter eines in Kabul ansässigen Unternehmens wurden in der afghanischen Provinz Wardak, 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt, verschleppt. (mit ddp)