Der Tagesspiegel : Entführungsfall Freinkman: Polizei hofft auf Zeugen

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Auch fünf Tage nach der Freilassung des Entführungsopfers Vadim Freinkman gibt es keine heiße Spur – weder zu den Tätern noch zur Wohnung, in deren Räumen der 20-Jährige festgehalten worden sein soll. Nur wenige Hinweise seien am Sondertelefon mit der Nummer 4664 910 500 bislang eingegangen, klagen die Ermittler der Sonderkommission „St. Petersburg“.

Wie berichtet, war der junge Russe am 18. August vor seiner Wohnung an der Neuköllner Hermannstraße von zwei Unbekannten verschleppt worden. Seine Familie hatte dann eine hohe sechsstellige Summe Lösegeld gezahlt. Nach seiner Freilassung am 30. August hatte er in seiner Vernehmung gesagt, dass er in einer Wohnung nahe dem Flughafen Tempelhof festgehalten worden sei.

Da er selbst viele Jahre dort wohnte, habe er die Geräusche der dort startenden Flugzeuge wiedererkannt. Zudem beschrieb Vadim Freinkman rote Fensterläden in dem Altbau, ein grau-weißes Abzugsrohr im Hinterhof und zwei Bäume. Doch obwohl eine Hundertschaft der Polizei mit diesen wenigen Angaben Neuköllner Straßen durchkämmt, gab es bislang keinen Treffer.

Neben Angaben zur Wohnung sucht die Polizei auch Zeugen, die etwas bei der Entführung oder bei der Freilassung in der Neuköllner Stubenrauchstraße gesehen haben. Wichtig seien auch Angaben zum grünen VW-Passat Freinkmans mit dem Kennzeichen B-CD 6543. Die Täter hatten den Wagen ihres Opfers in der Kreuzberger Boppstraße abgestellt.

Gesucht werden auch Zeugen aus dem brandenburgischen Dorf Pausin. Dort fand am Abend des 29. August die Geldübergabe statt. Da die Täter sehr ortskundig waren, müssen sie die Gegend um Pausin und Falkensee vorher genau ausgekundschaftet haben. Dies müsse in einem kleinen Dorf eigentlich aufgefallen sein, sagen die Beamten. Ha

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