Erdbeben : Japanisches Kriegsschiff hilft China

Beladen mit Hilfsgütern für die Erdbebenopfer hat ein japanisches Kriegsschiff erstmals seit 70 Jahren Halt in China gemacht. Nach jahrzehntelangen Spannungen beider Staaten wird dies als Zeichen deutlich verbesserter Beziehungen bewertet.

ZhanjiangIn China ist erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein japanisches Kriegsschiff eingelaufen. Beladen mit Hilfsgütern für die Opfer des verheerenden Erdbebens vom vergangenen Monat traf der Zerstörer am Dienstag in der südchinesischen Hafenstadt Zhanjiang ein. An Bord hatte das Schiff unter anderem 300 Decken, 2600 vorgepackte Mahlzeiten sowie Mundschutz-Masken.

Die bilateralen Beziehungen waren jahrzehntelang von der Erinnerung an die japanische Invasion Chinas 1931 und der anschließenden Besatzung von Teilen des Landes bis 1945 überschattet worden. Zuletzt hatten sich Japan und China nach jahrelangem Streit um die Gasförderung im Ostchinesischen Meer auf eine gemeinsame Ausbeutung geeinigt. Bereits im vergangenen November legte ein chinesisches Kriegsschiff erstmals seit mehr als 70 Jahren in Japan an.

Nach einem Treffen des japanischen Regierungschefs Yasuo Fukuda mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao Anfang Mai, hatte sich die Lage entspannt. (fg/AFP)