Der Tagesspiegel : Esther Schröder verlässt PDS

Eintritt 1999 war „Missverständnis“

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Potsdam. Die Landtagsabgeordnete Esther Schröder ist aus der PDS ausgetreten. Damit findet eines der unrühmlichen Kapital der PDSLandtagsfraktion sein Ende. Schröder sorgte für Schlagzeilen, als sie vor einem Jahr die bereits erfolgte Berufung zur Arbeits-Staatssekretärin in Berlin nicht annahm, weil ihre Versorgungsforderungen von Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) abgelehnt wurden. Daraufhin wurde Schröder aus der PDS-Landtagsfraktion ausgeschlossen. Ihr Versuch, sich wieder hinein zu klagen, scheiterte vor dem Landesverfassungsgericht. Schröder, nunmehr einzige parteilose Landtagsabgeordnete, galt als eine der profiliertesten PDS-Abgeordneten, aber auch als schärfste Kritikerin des pragmatischen PDS-Landeschefs Ralf Christoffers. Ihr Eintritt 1999 in die PDS sei ein „Missverständnis“ gewesen, so Schröder gestern. Sie sei davon ausgegangen, dass parlamentarische Kontrolle der Regierung die Aufgabe einer Oppositionsfraktion sei. Sie habe jedoch immer weniger erkennen können, dass sich die PDS von den Regierungsparteien unterscheide. „Warum sollen die Menschen eine Kopie wählen, wenn sie das Original bekommen können.“ ma

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