Europäischer Filmpreis : "Gomorrha" räumt die Preise ab

Im kalten Kopenhagen konnte der Film über die organisierte Kriminalität in Süditalien so richtig abräumen. Gomorrha erhielt neben dem Hauptpreis Auszeichnungen für den besten Regisseur, den Hauptdarsteller sowie die beste Kameraführung und das Drehbuch.

Gomorrha
Gomorrha war für zehn der insgesamt 15 Preise nominiert. -Foto: dpa

KopenhagenDer italienische Film "Gomorrha" hat bei den Europäischen Filmpreisen am Samstagabend in Kopenhagen abgeräumt. Regisseur Matteo Garrone wurde für seinen Streifen über die organisierte Kriminalität in Neapel als bester Regisseur und Toni Servillo als bester Schauspieler ausgezeichnet. Servillo erhielt die Auszeichnung außerdem für seine Hauptrolle in "Il Divo" ("Der Star").

Zum Auftakt der Verleihung hatte "Gomorrha" auch den Preis für das beste Drehbuch und Garrones Kameramann Marco Onorato für die beste Kameraführung gewonnen. Der Streifen über die organisierte Kriminalität in Neapel nach dem Buch von Roberto Saviano war für zehn der insgesamt 15 Preise nominiert, darunter auch als bester europäischer Film.

Den Publikumspreis erhielt Harry Potter

Den Preis für die beste Filmmusik bekam der in Deutschland geborene und in Großbritannien lebende Komponist Max Richter für die Musik zu "Waltz With Bashir". Als beste Schauspielerin wurde die Britin Kristin Scott Thomas für ihre Hauptrolle in dem französischen Film "Il y a longtemps que je t'aime" ausgezeichnet. Den Publikumspreis bei der 21. Verleihung der europäischen Filmpreise bekam "Harry Potter und der Orden des Phönix". Der Film von Regisseur David Yates war die fünfte Verfilmung der Potter-Romane von Joanne K. Rowling.

Im vergangenen Jahr hatte der Film "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu den Europäischen Filmpreis gewonnen. Zuvor war der Preis für den besten europäischen Film mehrfach an eine deutsche Produktion gegangen: 2006 gewann "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck und 2004 Fatih Akins "Gegen die Wand" sowie 2003 "Good Bye, Lenin!" von Wolfgang Becker. (ah/dpa)