Eurovision Song Contest : Norwegen gewinnt – Deutschland abgeschlagen

Alexander Rybak aus Norwegen gewann mit großem Abstand den Eurovision Song Contest. Das deutsche Duo "Alex Swings Oscar Sings" kam auf Rang 20.

MoskauNorwegen hat den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Das von Alexander Rybak geschriebene und gesungene Lied "Fairytale" setzte sich am Samstag in Moskau mit einem riesigen Vorsprung unter den 25 Finalisten durch. Der in Weißrussland geborene 23-Jährige holte in einer Mehrzahl der insgesamt 42 an dem Wettbewerb beteiligten Länder die maximal möglichen zwölf Punkte und kam am Ende auf 387 Punkte. Damit wird der Eurovision Song Contest im kommenden Jahr in Oslo stattfinden. Zweiter wurde Island, Dritter Aserbaidschan. Deutschlands Beitrag "Miss Kiss Kiss Bang" von "Alex Swings Oscar Sings" enttäuschte auf dem 20. Platz von 25 Teilnehmern.

Damit wiederholte sich zwar nicht das Debakel vom vergangenen Jahr, als die No Angels beim Sieg Russlands Letzte wurden. Das deutsche Duo verpasste aber klar sein eigenes Ziel, einen Platz unter den besten zehn zu erreichen. Daran konnte auch die extra für die Show engagierte US-Stripperin Dita von Teese nichts ändern. Deren Auftritt sorgte in der Halle ebenso wie das Lied zwar für ein bisschen Jubel. Bei den Fernsehzuschauern und Jurys in den Teilnehmerländern kam der Auftritt aber überhaupt nicht an. Sie trat erst gegen Ende des Lieds ins Blickfeld und zeigte neben Korsett und tiefem Dekolleté nicht viel.

Im Gegensatz zu früher hatten diesmal aus allen 41Teilnehmerländern des Grand Prix eine Jury und die Fernsehzuschauer je zur Hälfte über die Punktevergabe zu entscheiden. Insgesamt verfolgten wieder rund 100 Millionen Menschen innerhalb und außerhalb Europas das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt. In Moskau war es mit Kosten von rund 24 Millionen auch der bisher teuerste Grand Prix überhaupt, der zudem auf der bisher größten Bühne ausgetragen wurde. Sogar Kosmonauten von der russischen Raumstation wurden kurz eingespielt. Überschattet wurde das Mega-Event allerdings vom harten Vorgehen der russischen Sicherheitsbehörden gegen eine Demonstration von Homosexuellen in der Nähe der Moskauer Universität. Stunden vor Beginn des Song Contests löste die Polizei die friedliche Protestkundgebung unter massivem Gewalteinsatz auf und führte die Teilnehmer ab. (cl/dpa)