Exportverbot : Chinesisches Spielzeug darf nicht raus

Gegen Blei in der Barbie: Nach den Skandalen um unsicheres Spielzeug ziehen die chinesischen Behörden nun Konsequenzen. Über 700 Spielzeugfabriken wurde die Ausfuhr verboten.

PekingChina hat über 700 Spielzeugfabriken im Süden des Landes die Exportlizenz ganz oder vorübergehend entzogen. Die Entscheidung zur Aussetzung sei nach Inspektionen in den Fabriken gefallen, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily". Hunderte weitere Fabriken in der Provinz Guangdong, die eine Hochburg der chinesischen Spielzeugindustrie ist, seien zudem aufgefordert worden, ihre Anlagen zu erneuern oder die Qualität ihrer Produkte zu verbessern. Von den mehr als 1700 untersuchten Fabriken seien bei über 1400 Fehler festgestellt worden, hieß es. Trotz dieser Zahlen betonten die Behörden, nur ein Prozent der Produkte entspreche nicht den Sicherheitsvorschriften.

Chinesische Produkte und insbesondere Spielzeug waren in den vergangenen Monaten immer wieder wegen womöglich gesundheitsschädlicher Wirkung in die Schlagzeilen geraten. So wurden in den USA seit August mehr als 21 Millionen in China hergestellte Spielzeuge und andere Produkte wegen zu hohen Bleigehaltes zurückgerufen. Auch in Europa gab es Rückrufe. Die USA und die EU-Kommission planen strengere Regeln gegen Blei und andere gefährliche Stoffe in Spielwaren. (mit AFP)