Expressionismus : Sonderausstellung mit ''Brücke-Highlights'' eröffnet

Knapp 250 Werke von zahlreichen Künstlern sind seit heute in einer Sonderausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Brücke-Museums in Berlin-Dahlem zu sehen.

BerlinDie Ausstellung lässt die Entwicklung der expressionistischen Künstlergruppe seit ihrem Beginn vor rund 100 Jahren mit hochkarätigen Beispielen Revue passieren. Die Schau versammelt Werke, die jeden der "Brücke"-Protagonisten mit besonders charakteristischen Werken und seine künstlerische Entwicklung vorstellt. Dazu gehören Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Fritz Bleyl, Emil Nolde und Otto Mueller. Einige Neuerwerbungen der letzten Jahre sind erstmals zu sehen.

Das Museum in dem grünen Villenvorort Dahlem wurde am 15. September 1967 als ausschließlich auf die Werke der Künstlergruppe "Brücke" spezialisiertes Haus eröffnet. Es bewahrt heute die weltweit umfangreichste Kollektion ihrer Werke auf und gilt auch als das einzige Spezialmuseum für die Kunstrichtung des Expressionismus. Am Anfang stand die Entscheidung des "Brücke"-Mitbegründers Karl Schmidt-Rottluff, dem Land Berlin 74 seiner Gemälde zu schenken und darüber hinaus weitere Werke nach seinem Tod zur Verfügung zu stellen. Er starb 1976.

Das Brücke-Museum mit seiner Direktorin Magdalena M. Moeller hat sich in den kommenden zehn Jahren bis zum 50. Geburtstag das "vorrangige Ziel" gesetzt, "die Sammlung auf hohem Niveau" zu erweitern. Dies sei insbesondere nach dem Verlust von Kirchners Bild "Berliner Straßenszene", das an seine früheren Eigentümer beziehungsweise deren Erben zurückgegeben wurde, "ein dringendes Desiderat", betonte Moeller. Die Jubiläumsausstellung ist bis zum 13. Januar zu sehen. (mit dpa)