Fahndungserfolg : Frankreich gelingt schwerer Schlag gegen die ETA

Mit der Festnahme zweier mutmaßlicher ETA-Terroristen hat die französische Polizei der baskischen Untergrundorganisationen eine empfindlichen Schlag versetzt. Mit Anschlägen müsse aber weiter jederzeit gerechnet werden.

MadridMit der Festnahme von zwei mutmaßlichen ETA-Terroristen in Frankreich ist der Polizei ein schwerer Schlag gegen die baskische Untergrundorganisation gelungen. Nach Rundfunkberichten gehören die beiden am Mittwoch nahe Angoulême gefassten Männer dem engsten Führungszirkel um ETA-Chef Garikoitz Aspiazu alias "Txeroki" an. Bei einem von ihnen handele es sich um den mutmaßlichen Sprengstoff- und Waffenbeschaffer der Organisation, hieß es unter Berufung auf Antiterrorspezialisten. Die beiden seien seit Jahren auf der Flucht gewesen. Bei ihrer Festnahme waren sie bewaffnet und hatten gefälschte Ausweise bei sich. Sie waren in einem gestohlenen Auto unterwegs.

Das spanische Innenministerium wies derweil Berichte zurück, ein am Dienstag in Santander gefasster mutmaßlicher ETA-Terrorist habe einen Anschlag auf eine britische Fähre geplant, die zwischen der nordspanischen Küstenstadt und Plymouth verkehrt. Dies seien Spekulationen der Presse, erklärte ein Sprecher. Vielmehr seien die Sicherheitskräfte überzeugt, dass der 22-Jährige ein Attentat auf ein öffentliches Gebäude in Santander vorbereitete.

Seit dem Ende der ETA-Waffenruhe vor fünf Wochen sind bereits 13 mutmaßliche Terroristen der Organisation gefasst worden. Nach Überzeugung des spanischen Innenministeriums sind damit mehrere unmittelbar bevorstehende Anschläge vereitelt worden. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero lobte die Arbeit der Polizei. Er warnte aber, die ETA könne nach wie vor jederzeit zuschlagen. (mit dpa)