FC Bayern : Schweizer Verband umwirbt Hitzfeld

Ottmar Hitzfeld hat mit einer Aussage über seine berufliche Zukunft den Fußballverband der Schweiz auf sich aufmerksam gemacht. Noch im November will man Kontakt mit dem Münchner Trainer aufnehmen.

Hitzfeld
Tendenz zum Weitermachen? Ottmar Hitzfeld bleibt wohl bei den Bayern. Oder geht er doch in die Schweiz? -Foto: ddp

MünchenOttmar Hitzfeld neigt zu einem weiteren Jahr beim FC Bayern München, doch der Schweizerische Fußballverband (SFV) will noch in diesem Monat das Gespräch mit dem Erfolgscoach suchen. "Dass Ottmar Hitzfeld Interesse zum Ausdruck gebracht hat, ist hochinteressant und wird dazu führen, dass wir noch im Laufe des Novembers Kontakt zu ihm aufnehmen werden. Es geht darum, sein Interesse abzuklären und zu sondieren", sagte der Schweizer Nationalmannschafts-Delegierte Ernst Lämmli der "Sport-Bild".

Hitzfeld hatte vor einigen Wochen ein Engagement als Schweizer Nationaltrainer und damit als Nachfolger des scheidenden Köbi Kuhn oder eine Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Kontraktes beim FC Bayern als Zukunftsoptionen genannt. In dieser Woche signalisierte der 58-Jährige, dass er zur Vertragsverlängerung beim deutschen Fußball-Rekordmeister neigt. "Natürlich ist die Tendenz eher, dass man weitermacht, als dass man aufhört. Aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen", hatte der Coach erklärt. Manager Uli Hoeneß hatte dem Flirt Hitzfelds mit den Schweizern ohnehin keine allzu große Bedeutung beigemessen.

Hitzfeld will seine Entscheidung, zu der in der Winterpause Gespräche erwartet werden, nicht nur von Erfolgen, sondern vor allem vom eigenen Befinden abhängig machen. Weniger Stress würde der wohl weniger zeitaufwendige Job in der Schweiz mit sich bringen. "Ottmar Hitzfeld hätte hier sicher eine gute Ausgangslage und weniger Druck als bei Bayern. Zudem haben wir hohe Ziele und ein gutes junges Team", sagte Lämmli. (mit dpa)