Der Tagesspiegel : Feuer auf Müllkippe erstickt

Unter der Schuttschicht schwelt das Plastik weiter

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Bernau – Das Feuer auf der Bernauer Müllkippe konnte am Dienstagabend nach vier Tagen vollständig mit Sand erstickt werden. Der verbrannte Plastikmüll sollen jetzt ein bis eineinhalb Jahre dort liegen bleiben – versiegelt mit einer halbmeterdicken Schuttschicht, damit kein Sauerstoff daran kommt. Darunter wird das Plastik noch viele Monate weiterschwelen. Zur Sicherheit wird noch eine zweite Versiegelungsschicht aufgetragen. Mit Thermometern soll ständig kontrolliert werden, wie sich die Temperatur entwickelt.

Der Sprecher des Landkreises, Christian Trill, sagte, dass von diesem versiegelten Berg keine Geruchsbelästigungen mehr ausgehen werden. Die Feuerwehr wird heute den Einsatz beenden und nur noch eine Brandwache zurücklassen. Später soll der Betreiber der Recyclinganlage die Brandwache übernehmen.

Jetzt wird der politische Streit um die Deponie beginnen. Wie berichtet, hatte das Landesumweltamt (LUA) bereits im Frühjahr festgestellt, dass die genehmigten Müllmengen erheblich überschritten wurden. Anwohner hatten sich über die massive Schabenplage beklagt, die von der Kippe ausgeht. Daraufhin hatte das LUA eine Stilllegungs- und Beräumungsverfügung erlassen. Die Müllmenge müsse bis zum 31. Dezember stark verringert werden. Doch der versiegelte Berg muss weit länger liegen bleiben, um ein erneutes Entflammen zu verhindern. Ha

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