Film : Besucherrekord bei Osteuropa-Festival

Das 17. Festival des Osteuropäischen Films ist mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Der Hauptpreis ging an einen bulgarischen Film.

Über 17.000 Besucher, tausend mehr als im vergangenen Jahr, hätten die über 80 Filme aus 25 Ländern an den fünf Veranstaltungstagen gesehen, sagte Festivaldirektor Roland Rust. Der Hauptpreis der internationalen Jury ging an den bulgarischen Film "Die Untersuchung" von Iglika Trifonowa. Die von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftete Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Zum herausragendsten Film des Festivals avancierte der russische Beitrag "Reise mit Haustieren". Filmemacherin Wera Storoschewa erhielt den Spezialpreis in Höhe von 7500 Euro für die beste Regie, und die Hauptdarstellerin Ksenija Kutepowa wurde mit dem Spezialpreis von 5000 Euro für die künstlerisch herausragendste Einzelleistung geehrt. Die drei Preisträger im Wettbewerb Spielfilm erhielten außerdem die gläserne Preisskulptur "Lubina" ("Die Liebreizende"). Am Wettbewerb Spielfilm hatten sich in diesem Jahr zehn Filme aus zehn Ländern beteiligt.

Im Wettbewerb Kurzspielfilm, an dem sich acht Länder mit zehn Streifen beteiligten, fiel der Hauptpreis an den polnischen Streifen "Porno" von Jan Wagner. Den Spezialpreis der Jury erhielt der russische Film "Menschen aus Stein" von Leonid Rybakow und der vom Medienboard Berlin-Brandenburg gestiftete Preis zur Förderung des Verleihs eines Festivalfilms ging an den Film "Morgentau" von Ernest Abdyschaparow aus Kirgisistan. Der Publikumspreis fiel an den nationalen Hit "Leergut" des tschechischen Oscar-Preisträgers Jan Sverak. Bei dem Forum des mittel- und osteuropäischen Films wurden Preise im Gesamtwert von 64 000 Euro vergeben.

Schwerpunkt Ex-Jugoslawien

Der regionale Fokus des Festivals unter dem Motto "after Yu" war in diesem Jahr den Nachfolgestaaten Jugoslawiens und den benachbarten Adria-Anliegern gewidmet. Die Retrospektive unter dem Leitthema "Neue Heimat Brandenburg" stand im Zeichen der 850-jährigen Geschichte der Mark. Erstmals gab es für das Cottbuser Filmfestival ein Budget mit der Rekordsumme von 600.000 Euro. Der 54-jährige Festivaldirektor Roland Rust lobte die große Begeisterung für das Festival und den intensiven Kontakt des Publikums mit den Filmemachern. Ziel sei es, dass die besten Filme des Osteuropäischen Festivals jetzt auch den Weg in die deutschen Kinos finden. (mit ddp)