Filmemacher : Fatih Akin sieht Integration gescheitert

Sie klappt einfach nicht, die Integration. Der türkische Regisseur Fatih Akin glaubt, dass den beiden Kulturen der gemeinsame Nenner fehlt. Für ihn ist die Religion das Problem.

Fatih Akin
Fatih Akin: "Kind der Globalisierung" -Foto: ddp

MünchenUm das Zusammenleben von Deutschen und Türken sorgt sich Filmemacher Fatih Akin. "Alle reden von Integration, aber sie findet nicht statt. Die Gräben werden tiefer", sagte der deutsch-türkische Regisseur und Drehbuchautor dem Männermagazin "Playboy". Haupthindernis für eine bessere Verständigung sei die Religion. "Da gibt es keinen gemeinsamen Nenner zwischen dem christlichen Glauben und dem Islam", sagte der 34-jährige. Sich selbst sieht er "als Kind der Globalisierung". "Ich fühle mich manchmal sehr deutsch", stellte Akin dennoch fest.

Mit seinem neuen Film "Auf der anderen Seite", für den er beim Festival in Cannes die Goldene Palme für das beste Drehbuch verliehen bekam, sei er zunächst gar nicht zufrieden gewesen. "Ich dachte, ich bin untalentiert, habe nichts drauf, und dass der Erfolg meines letzten Films 'Gegen die Wand' nur Glück war", fügte der in Hamburg lebende Filmemacher hinzu.

"Auf der anderen Seite" läuft am 27. September in den deutschen Kinos an. (mit ddp)