Filmfestival : Bollywood-Star "King Khan" in Berlin

Der indische Schauspieler Shah Rukh Khan ist einer der größten Stars der diesjährigen Berlinale. Der 42-Jährige sorgt seit Wochen für Hysterie unter seinen Fans aus aller Welt. So etwas hat es in der Geschichte des Festivals selten gegeben.

BerlinRund 20.000 Anfragen zur Ankunft und dem Aufenthalt des Bollywood-Stars überrollten innerhalb weniger Tage die Berlinale-Mitarbeiter. Aufgeregte Fans wollten Karten für die Premiere des neuen Khan-Films "Om Shanti Om" bestellen und wissen, ob sie ihren Helden mit einer Tanzeinlage beglücken können. Auch aus Indien selbst wollen zahlreiche Khan-Anhänger anreisen.  Berlinale-Chef Kosslik ließ sich während der Pressekonferenz vor dem Festivalstart deshalb zur Behauptung hinreißen, alle indischen Restaurants in der Stadt seien zur Berlinale überfüllt.

Auch die Organisatoren des Berlinale-Campus wurden mit unzähligen Emails bestürmt, da Khan am Sonntag bei einer Diskussionsrunde zum Thema "Liebe International" dabei sein wird. Wegen diesen Ansturms gelten bei seinen wenigen Interviews mit Medienvertretern am Wochenende deutlich erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. So ist zwar bekannt, in welchem Hotel die Treffen mit der Presse stattfinden werden - Informationen zu dem genauen Raum gibt es dann allerdings erst im Eingangsbereich und nur für geladene Journalisten.

Khan als Filmstatist

"King Khan", wie der Schauspieler bei  seinen Fans genannt wird, ist im indischen "Bollywood"-Kino der größte Star seiner Generation. Seine Filme ziehen schon seit Jahren ein Millionenpublikum an, sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden und auch Khans Tanzshows sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

"Om Shanti Om", der bei der Berlinale im offiziellen Programm außer Konkurrenz läuft, ist der neue Film der indischen Regisseurin Farah Khan ("Main Hoon Na - Ich bin immer für Dich da!"). Der Beitrag erzählt die Geschichte eines jungen Filmstatisten (Khan), der davon träumt, einmal berühmt zu werden. Wie in indischen Filmen üblich, gibt es auch in diesem fast dreistündigen Werk zahlreiche Tanz- und Gesangseinlagen, bevor der Filmheld endlich bei seiner Bestimmung angelangt ist. (dm/dpa)