Der Tagesspiegel : Filmstar Rupert Everett will in die Uckermark ziehen

Templin - Die Kleinstadt Templin in der Uckermark könnte in Kürze den britischen Filmschauspieler Rupert Everett als Einwohner begrüßen. „Ich denke daran, bald dahin zu ziehen“, sagte der britische Filmstar am Donnerstag in Berlin. In der Stadt wolle er sich ein Haus kaufen. Er habe bereits „zwei, drei“ Immobilien im Auge, darunter ein ehemaliges Bankgebäude. „Die Landschaft dort ist wunderschön und noch authentisch.“ Die Umgebung von London, wo Everett derzeit wohnt, sei hingegen ziemlich zugebaut. Der Schauspieler war seit Mitte der 90er Jahre in zahlreichen Hollywood-Filmen zu sehen. Am 7. August kommt er mit der Schulkomödie „Die Girls von St. Trinian“ auf die Leinwand.

Templin Bürgermeister Ulrich Schoeneich (parteilos) zeigte sich hocherfreut über die Nachricht, bald einen prominenten Einwohner begrüßen zu können. „Persönlich habe ich Herrn Everett noch nicht getroffen“, sagte Schoeneich. „Aber mit dem ehemaligen Bankgebäude hat er eine sehr gute Wahl getroffen.“ Es handele es sich um eine schöne Villa aus den 20er Jahren, als Templin von den wohlhabenden Berlinern als „kleine Sommerfrische“ entdeckt worden war. Heute zählt die Stadt jährlich rund eine halbe Million Tagesbesucher, die auch vom Thermalbad und der Westernstadt „Eldorado“ angezogen werden. „Vielleicht ist die Westernstadt für Everett sogar eine Auftrittsmöglichkeit“, witzelte der Bürgermeister, der in Templin einst zusammen mit Angela Merkel die Schule besucht hatte.

Doch Everett liebt wohl vor allem die teilweise noch unberührte Natur und die Seen in Brandenburg. Sie seien geradezu „magisch“, sagte er. „Ich verstehe überhaupt nicht, warum viele Leute Ostdeutschland so schlecht machen.“ Er kenne die Region gut von seinen regelmäßigen Berlin-Besuchen. Zuletzt hatte er hier sogar einige Monate gelebt. dpa/Ste.

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