Filmwirtschaft : Neumann: Deutscher Filmfonds ist "ein Renner"

Kulturstaatsminister Neumann ist begeistert: Der Deutsche Filmförderfonds hat sich als Glücksgriff erwiesen. Sogar die Politik, allen voran Finanzminister Steinbrück, hat eine weitere Förderung des Modells im Auge.

Wilfried Mommert[dpa]
Bernd Neumann Foto: ddp
Bernd Neumann freut sich über den Erfolg des Filmförderfonds. -Foto: ddp

Berlin Der neue Deutsche Filmförderfonds hat sich schon im ersten Jahr seines Bestehens nach den Worten von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) als ein großer Erfolg für die deutsche Filmwirtschaft erwiesen. "Er ist ein Renner, das müssen wir fortsetzen, wenn auch vielleicht mit einigen Korrekturen nach den ersten Erfahrungen", sagte Neumann. Der Fonds war bisher auf drei Jahre angelegt und stellt insgesamt 180 Millionen Euro zusätzliche Fördergelder des Bundes zur Verfügung.

Auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bereits eine Verlängerung des neuen Fördermodells in Aussicht gestellt. "Ohne seine Unterstützung wäre der Fonds nicht machbar gewesen", betonte Neumann. "Wir sind beide der Auffassung, dass es unverzichtbar ist, den Fonds fortzusetzen, sonst würden wir einen wahren Boom in der deutschen Filmbranche bremsen." Auch internationale Koproduktionen und Großprojekte aus Hollywood seien verstärkt nach Deutschland gelockt worden. Dies schaffe und erhalte Arbeitsplätze. "Das bringt am Ende auch richtig Steuereinnahmen in die Kasse."

Für die Studios in Potsdam-Babelsberg sei der Filmfonds ein "wahrer Segen" ein "echtes Existenzsicherungsprogramm", meinte Neumann. Der in der Filmförderungsanstalt (FFA) angesiedelte Deutsche Filmförderfonds des Bundes stellt jährlich 60 Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Fonds ist unter bestimmten Bedingungen eine Erstattung zwischen 16 und 20 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Produktionskosten möglich. Der Fonds stellt sich zurzeit auch auf einer internationalen "Info-Tour" vor wie jetzt beim Filmfest in Rom und danach in London oder Kopenhagen. Ziel ist es, europäische Filmproduzenten zu ermutigen, in Zukunft noch stärker als bisher internationale Koproduktionen mit Deutschland zu realisieren.