Finanzen : Koalition will Anleger besser schützen

Bislang haben Anleger oftmals schlechte Chancen an ihr Geld zu kommen, wenn sie beim Kauf von Wertpapieren übers Ohr gehauen wurden. Das will die große Koalition nun ändern - unter anderem sollen die Finanzinstitute beweisen, dass sie nicht falsch beraten haben.

BerlinUnion und SPD wollen zufolge die Verbraucherrechte bei Wertpapiergeschäften ausweiten. Zentrale Punkte der Pläne sind längere Verjährungsfristen für Schadensersatzansprüche und erweiterte Dokumentationspflichten, wie das "Handelsblatt" berichtet. "Wir werden uns im Februar oder Anfang März mit der Union zusammensetzen", sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Krüger. Nachdem beide Seiten sich laut dem Blatt auf Eckpunkte geeinigt haben, soll bis zur Sommerpause ein Gesetz beschlossen werden.

Union und SPD sind sich demnach einig, dass Verbraucher entstandene Schäden durch Falschberatungen künftig länger geltend machen dürfen sollen. Derzeit verjähren Ansprüche nach drei Jahren. "Das reicht uns nicht aus", sagte Krüger. Die entsprechende Klausel im Wertpapierhandelsgesetz solle gestrichen und die Frist auf bis zu zehn Jahre verlängert werden.

Dem Verbraucher soll es auch leichter gemacht werden, Fehler nachzuweisen. Dazu sollen einheitliche und leicht verständliche Beratungsprotokolle vorgeschrieben werden. "Wenn das Protokoll unvollständig ist, kehrt sich die Beweislast automatisch zulasten des Beraters um", sagte Krüger. (sf/ddp)