Finanzkrise : Zehn US-Großbanken benötigen Kapitalspritze

In den USA sickern weitere Ergebnisse des staatlichen Belastungstests durch: Einem Medienbericht zufolge brauchen rund zehn Großinstitute frisches Kapital – mehr als bisher erwartet.

New YorkDie genaue Zahl stehe allerdings noch immer nicht fest, so das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Besonders die Citigroup, die Bank of America und Wells Fargo benötigen laut bisherigen Medienberichten noch mehr Kapital. Hinzu kämen einige große Regionalbanken. Experten rechnen mit einem Bedarf von insgesamt 150 Milliarden Dollar für alle überprüften Institute.

Die Ergebnisse des "Stress-Tests" sollen dem Wall Street Journal zufolge an diesem Donnerstag erst nach US-Börsenschluss vorgelegt werden. Die Banken sollen bereits heute unterrichtet werden. An den Märkten wird eine Talfahrt der Finanzhäuser mit weiterem Kapitalbedarf befürchtet.

US-Bankenaufsicht: Alle Institute sind solvent

Die Bankenaufsicht hatte die Stabilität der 19 größten US-Banken bei einer weiteren Verschärfung der Wirtschaftskrise untersucht. Die Federal Reserve teilte bisher nur allgemein mit, die Mehrheit der getesteten Häuser sei ausreichend ausgestattet.

Banken mit zu wenig Kapital müssen sich binnen sechs Monaten am Markt oder vom Staat frisches Geld besorgen. Möglich ist auch der Verkauf von Unternehmensteilen oder in bestimmten Fällen eine Stärkung der Kapitalbasis durch eine Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien. (rf/dpa)