Finanzmärkte : Asiens Börsen auf Talfahrt

Nach dem kräftigen Minus an der Wall Street hat auch die Börse in Tokio hohe Kursverluste verzeichnet. Der Nikkei gab um mehr als zwei Prozent nach. Auch der Dax begann mit einer Talfahrt. Die US-Arbeitsmarktdaten werden wohl weiter für Bewegung sorgen.

Tokio Börse Topix
Auch der breit aufgestellte Index Topix verlor mehr als zwei Prozent. -Foto: dpa

Tokio/FrankfurtDer Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss 352,92 Punkte oder 2,09 Prozent niedriger bei 16.517,48 Punkten. Der breit gefasste Topix gab um 35,61 Punkte oder 2,18 Prozent auf 1600,17 Zähler nach.

Am Devisenmarkt wurde der Dollar am Mittag mit 114,83-88 Yen gehandelt, nach 115,55-57 Yen am Donnerstag. Der Euro notierte bei 1,4435-40 Dollar, am Vortag waren es 1,4461-63 Dollar. Zum Yen lag er ebenfalls leichter bei 165,80-85, nach 167,10-14 Yen am Vortag.

Belastet von sehr schwachen Vorgaben nach negativen US-Konjunkturdaten haben deutsche Aktien weiter deutlich an Wert verloren. So weitete der Dax im frühen Handel seine Vortagesverluste um 0,78 Prozent auf 7819 Zähler aus. Der MDax verlor 1,04 Prozent auf 10.369 Punkte. Der TecDax rutschte um 1,93 Prozent auf 998 Zähler ab. Deutliche Kursverluste an Wall Street und aus dem asiatischen Handel sorgten für Katerstimmung. (mit dpa)

Preiserhöhung bei Kraftstoffen belastet chinesische Börsen

Auch Chinas Börsen haben mit starken Verlusten geschlossen. Der Shanghai Composite Index rutschte 2,31 Prozent auf 5777,81 Punkte. Der Composite Index der kleineren chinesischen Börse im südlichen Shenzhen verlor 2,89 Prozent und endete bei 1386,63 Punkten. Die Ursache für den Abschwung sahen Staatsmedien vor allem in den Benzinpreisen in China, die am Vortag um rund acht Prozent erhöht worden waren.

Die Anleger befürchten laut "Shanghai Daily", dass die gestiegenen Treibstoffpreise das Wirtschaftswachstum bremsen könnten. Vor allem die Aktienwerte der chinesischen Luftfahrt- und Autoindustrie schnitten deshalb schlecht ab. Zudem sehen Investoren eine mögliche Überdehnung des Marktes durch den bevorstehenden Mega-Börsengang des Ölriesen PetroChina, der für Montag geplant ist, wie das Unternehmen bestätigte. Die Neuemission wird mit mehr als 8,9 Milliarden Dollar die bisher größte auf dem chinesischen Festland. (mit dpa)