Finanzmärkte : Öl und Euro bleiben auf Rekordkurs

Im frühen Handel halten sich sowohl die europäische Gemeinschaftswährung als auch der Ölpreis beharrlich knapp unter den Rekord-Hochs der vergangenen Woche. Für heute Nachmittag wird der US-Arbeitsmarktberichterwartet, der Bewegung in den Handel bringen könnte.

Frankfurt/Main/SingapurDer Kurs des Euro hat sich weiter stabil über der Marke von 1,44 US-Dollar und damit in der Nähe seines Rekordhochs gehalten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung nahezu unverändert zum Vortag bei 1,4425 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,4423 (Mittwoch: 1,4447) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6933 (0,6922) Euro.

Zuletzt erreichte der Euro nach der Zinssenkung der US-Notenbank am Mittwochabend in der Spitze einen Rekordwert von 1,4503 Dollar. Für den Freitagshandel erwarten Experten zunächst wenig Bewegung an den Devisenmärkten. "Die Anleger warten gespannt auf den Arbeitsmarktbericht aus den USA am Nachmittag", sagte ein Analyst.

In den vergangenen Handelstagen seien immer neue überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht worden, sagte David Mann von der Standard Chartered Bank. Ein enttäuschender US- Arbeitsmarktbericht für Oktober dürfte die Erwartung auf eine weitere Zinssenkung in den USA verstärken und dem Euro neuen Auftrieb verleihen.

Marke von 100 Dollar pro Barrel fest im Visier

Unterdessen hat sich der US-Ölpreis stabil über der Marke von 93 Dollar gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte kostete im asiatischen Handel 93,62 Dollar. Der Preis stand damit nahezu unverändert zum Vortag und die kräftigen Gewinnmitnahmen nach dem Rekordhoch vom Mittwoch scheinen erst einmal beendet, hieß es von Experten. Zur Wochenmitte erreichte der US-Ölpreis zeitweise einen Höchststand von über 96 Dollar.

Die aktuelle Ruhe an den Ölmärkten dürfte aber nicht von langer Dauer sein, erwartete Experte. Die Anleger hätten die Marke von 100 Dollar beim Ölpreis weiter fest im Blick. Sie würden nur auf die passende Nachricht warten. (mit dpa)