Finanzmarktkrise : Milliardenverlust für Merrill Lynch

Für die große amerikanische Investmentbank Merrill Lynch kommt es noch schlimmer als erwartet: Die Bank hat im dritten Quartal im Zuge der US-Hypotheken- und Kreditkrise Gesamtabschreibungen von 7,9 Milliarden Dollar - umgerechnet 5,5 Milliarden Euro - vorgenommen.

New YorkUrsprünglich hatte die Gesellschaft Abschreibungen von rund 4,5 Milliarden Dollar erwartet. Wegen der hohen Sonderbelastung entstand im Juli-September-Abschnitt ein Verlust von 2,2 Milliarden Dollar verglichen mit einem Gewinn von drei Milliarden Dollar im Vorjahresquartal, berichtete das Unternehmen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres verbuchte Merrill Lynch angesichts der Kreditmarktprobleme einen massiven Gewinnrückgang von 60 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar oder 2,03 (5,19) Dollar je Aktie.

Das Unternehmen habe angesichts der schwierigen Kreditmarktlage konservativere Maßstäbe bei den Restpositionen angewendet, betonte Merrill-Konzernchef Stan O'Neal. "Wir erwarten, dass die Lage für Vermögenswerte im Zusammenhang mit Subprime-Hypotheken schwierig bleiben wird", erklärte er. (mit dpa)