Der Tagesspiegel : Flanieren und staunen

Tausende genossen die Potsdamer Schlössernacht – Theater und Musik vor zauberhafter Kulisse

Claus-Dieter Steyer

Potsdam - Die achte Auflage der Potsdamer Schlössernacht begeisterte gestern schon zum Auftakt tausende Besucher und Akteure. Gleich nach der Öffnung der Tore um 17 Uhr flanierten die glücklichen Besitzer von Karten auf verschlungenen Wegen zu den Schlössern, Gartenhäusern und Bühnen. Der Denkmalschutz gestattete auch diesmal nur den Verkauf von 32 500 Tickets. Diese waren im vergangenen Dezember schon innerhalb weniger Stunden vergriffen. Ein Teil des Eintrittspreises von 30 Euro dient der Restaurierung historischer Bauten. Das Schloss Sanssouci selbst blieb wegen seiner kostbaren Ausstattung für Besucher geschlossen.

Insgesamt gestalteten 550 Künstler auf 20 Bühnen ein buntes Programm mit Musik, Gesang, Spielszenen, Kabarett und Artistik. Auf den Wegen gab es 25 kleine Spielorte. 2300 Laternen und hunderte kleine Lampen beleuchteten die insgesamt 21 Kilometer langen Wege. Bisher endeten die Schlössernächte jeweils nach dem großen Feuerwerk kurz nach Mitternacht am Neuen Palais.

Getreu dem Motto der Schlössernacht „Einblicke und Aussichten“ konnten die Gäste auch sonst nicht zugängliche Bereiche wie die Parkgärtnerei, das Depot oder das Billardzimmer im Kavaliershaus zwischen der Bildergalerie und dem Schloss Sanssouci besichtigen. Geöffnet war außerdem die „Moschee“ an der Havelbucht, in der stündlich 500 Kubikmeter Wasser zu den Fontänen im Park Sanssouci gepumpt werden.

Ein voller Erfolg war die Schlössernacht erneut für die Potsdamer Hotels und Pensionen. Sie hatten sich schon frühzeitig Kartenkontingente gesichert und meldeten gestern einmütig „ausgebucht“.

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