Forderung : Forschung will mehr Geld für Personal

Tarifsteigerungen verbrauchen die bereits zugesagten Erhöhungen der Forschungsetats. Deswegen fordern führende Wissenschaftsorganisationen mehr Geld.

Die neun führenden Wissenschaftsorganisationen fordern von ihren Geldgebern in Bund und Ländern mehr Geld für Personal. Die im Pakt für Forschung und Innovation zugesagte dreiprozentige Erhöhung der Etats der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und weiterer Organisationen werde durch Tarifsteigerungen verbraucht, heißt es in dem Brief. Das Schreiben ist an Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) als Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz und an Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) als ihren Stellvertreter gerichtet.

Wenn die Organisationen nicht zusätzliche "Personalverstärkungsmittel" erhielten, könnten sie die vereinbarten neuen Forschungsschwerpunkte nicht ausbauen, erklären die in der "Allianz" zusammengeschlossenen Institutionen. Davon wären besonders Nachwuchsforscher betroffen. Inflation und Energiekosten belasteten die Etats zusätzlich, heißt es.

Mit dem 2005 geschlossenen Pakt für Forschung und Innovation erhalten die großen Wissenschafts- und Forschungsorganisationen seit 2006 "mehr Geld für die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit, für stärkere Kooperation und bessere Förderung der Nachwuchswissenschaftler". Bund und Länder hatten sich "trotz der notwendigen Haushaltskonsolidierung" verpflichtet, die jährlichen Zuwendungen für die Wissenschafts- und Forschungsorganisationen bis 2010 jeweils um mindestens drei Prozent zu steigern. rya

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