Formel 1 : Button siegt souverän beim Grossen Preis von Spanien

Die Brawn-GP Piloten Jenson Button und Rubens Barrichello dominieren das Rennen und fahren beim Formel-1-Grand Prix in Spanien auf die vordersten Plätze. Bester Deutscher wird Sebastian Vettel auf dem vierten Platz.

BarcelonaDer Erfolg hält an: Button hat den großen Preis von Spanien gewonnen und scheint auf dem Weg zum ersten WM-Triumph kaum noch zu stoppen zu sein. Teamkollege Rubens Barrichello machte als Zweiter den Erfolg der erneut starken "Brawnies" perfekt. Dritter wurde der Australier Mark Webber. Sebastian Vettel musste seine Siegchancen schon früh einbüßen. Massa und Barichello zogen an ihm vorbei, sodass er auf Rang 4 zurückfiel. Als Fünfter fuhr der Spanier Fernando Alonso für Renault ins Ziel.

Der souveräne Sieger rechnet allerdings damit, dass neben McLaren-Mercedes, dessen Weltmeister Lewis Hamilton sich kurz vor Schluss von seinem möglichen Thron-Nachfolger überrunden lassen musste, auch Ferrari zurückschlagen wird. "Wir werden sie im Laufe des Jahres noch konkurrenzfähig sehen", prophezeite Button. Dann müssen sich die Silbernen wie auch die anderen Etablierten aber gewaltig steigern. "Wir sind zu langsam", räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ein. "Überrundet zu werden ist die Höchststrafe." Lewis Hamilton wurde nur Neunter. Zu allem Übel rollte Heikki Kovalainen im zweiten McLaren-Mercedes wegen eines technischen Defektes schon nach sechs Runden aus.

Peinliche Panne bei Ferrari

Der zweite Boxenstopp von Felipe Massa stellte sich am Ende als peinliche Panne für Ferrari heraus. Der Sprit reichte nicht aus. Die bittere Folge: Der lange drittplazierte Massa rollte auf Sparmodus als Sechster ins Ziel. Der scheinbar sichere erste Podestrang in diesem Jahr für die gebeutelte Scuderia war dahin. "Zum Schluss musste ich zurückstecken, sonst wäre ich ohne Benzin stehen geblieben", stöhnte Massa.

BMW-Sauber glaubt mit dem aufgemotzten F1.09 den Trend zum Guten geschafft zu haben. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) holte trotz Startplatz 13 als Siebter wenigstens zwei Zähler. Teamkollege Robert Kubica ging als Elfter dagegen leer aus. Nico Rosberg (Wiesbaden) wurde im Willliams-Toyota Achter. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) ging als Zehnter leer aus.

Die Zeit ist nun schon so gut wie abgelaufen, um vor allem die überragenden und strategisch brillierenden "Brawnies" in Verlegenheit zu bringen. Motorenlieferant Haug hat wenigstens einen kleinen Trost. "Brawn ist weiter klar die Messlatte im Feld und wir freuen uns natürlich sehr, dass wir bei ihren vier Siegen in bisher fünf Rennen mit unserem Motor den Antrieb liefern konnten." (aku/dpa)