Formel 1 : Ecclestone schlägt Kompromiss im Kostenstreit vor

Ein großer Rennstall nach dem anderen hatte mit seinem Ausstieg gedroht, wenn 2010 die Budgetbegrenzung des Internationalen Automobilverbandes Fia in Kraft treten sollte. Rechte-Mitinhaber Bernie Ecclestone hofft nun, mit einem Vorschlag den Weg zu einer Einigung am Freitag gefunden zu haben.

ParisSein Angebot besteht darin, dass darüber gesprochen werden kann, welche Gelder dem begrenzten Budget zugerechnet werden. Bislang fallen die Gehälter für die Fahrer, Marketingkosten und Bußgelder nicht unter das Limit. "Vielleicht reicht es, andere Posten aus dieser Begrenzung herauszunehmen?", sagte der Brite in der Pariser Zeitung Le Figaro.

Die Fia hatte im April eine freiwillige Budgetgrenze von rund 45 Millionen Euro für die kommende Saison beschlossen. Rennställe, die mit dieser Summe auskommen, sollen mit technischen Freiheiten belohnt werden. Ferrari und Renault sowie Red Bull, Toro Rosso und Toyota wollen sich unter diesen Bedingungen nicht für die neue Formel-1-Saison einschreiben. Auch BMW sprach sich gegen ein Zweiklassen-Reglement aus. Dazu meinte Ecclestone: "Es gab immer diejenigen mit vielen Mitteln und jene, die kaum welche hatten. Es gab immer glückliche Sieger und enttäuschte Verlierer." (sp/dpa)