Formel 1 : Jean Todt verlässt Ferrari

Der langjährige Weggefährte des mehrmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher trat am Dienstag von all seinen Ämtern beim italienischen Sportwagenhersteller zurück. Todt gewann mit den Roten Rennern insgesamt 13 Weltmeistertitel.

Jean Todt

Dies teilte FIAT-Präsident Luca di Montezemolo auf der Ferrari-Aktionärsversammlung am Dienstag in Modena mit. "Jean Todt war eine der prägenden Persönlichkeiten in der Ferrari-Geschichte der vergangenen 15 Jahre", würdigte Montezemolo den Franzosen. Todt und Ferrari würden einander für immer verbunden bleiben, betonte Montezemolo.

Der Abschied des 63-jährigen Managers hatte sich in den letzten Monaten bereits angedeutet. Vor rund einem Jahr hatte er bereits seinen Geschäftsführer-Posten bei Ferrari abgegeben und war nur noch "für besondere Aufgaben" zuständig gewesen. Am 1. Januar vergangenen Jahres hatte er zudem den Direktor-Posten der Rennabteilung an Interimsmanager Stefano Domenicali abgegeben.

Als Direktor der Rennabteilung war Todt 1993 zu Ferrari gewechselt. 2004 wurde er zum Generaldirektor, 2006 zum Geschäftsführer befördert. Während seiner Zeit in Maranello blühte Ferrari mit Michael Schumacher an der Spitze wieder auf. Todt gewann mit den Roten Rennern insgesamt 13 Weltmeistertitel. Sechsmal holten seine Fahrer die Piloten-Wertung, siebenmal gewann Ferrari den Konstrukteurstitel. Insgesamt triumphierte Ferrari während Todts Engagement bei 98 Grand Prixs.

Auch wirtschaftlich ging es während Todts Wirken in Maranello mit Ferrari bergauf. Seit Jahren schreibt die Sportwagenschmiede schwarze Zahlen. 2008 war für Ferrari sogar ein Rekordjahr. (nal/dpa)