Formel 1 : Kubica hat Krankenhaus verlassen

Robert Kubica ist nach seinem schweren Unfall beim Formel-1-Rennen in Kanada schon wieder voller Tatendrang. Der Pole hat das Krankenhaus bereits verlassen.

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Robert Kubica: Schutzengel mit an Bord.Foto: dpa

Formel-1-Pilot Robert Kubica hat seinen schweren Unfall beim Großen Preis von Kanada gut verkraftet. "Mir geht es gut. Mir tut nichts weh. Vielen Dank an die ganze medizinische Betreuung an der Strecke und im Krankenhaus", sagte der Pole. Einen Tag nach seinem schweren Unfall wurde Kubica am Montag wieder aus der Klinik in Montreal entlassen. "Ich freue mich, dass ich das Krankenhaus so schnell verlassen konnte. Nun fliege ich nach Indy und will Rennen fahren", sagte der BMW-Pilot.

In Polen und auch beim Sieger des Rennens, Lewis Hamilton, herrschte Aufatmen, als feststand, dass Kubica keine schweren Verletzungen bei seinem schrecklichen Unfall erlitt. "Ich bin froh, dass mein guter Freund Robert okay ist nach seinem Unfall", sagte der 22-jährige Hamilton, ehe er seinen Erfolg seinem vor Glück weinenden Vater widmete.

"Wir befürchteten schon das Schlimmste"

Doch auch Kubicas Vater Artur hatte in den dramatischen Stunden von Montreal letztlich Grund zur Freude. Wortlos und bleich im Gesicht hatte er minutenlang im Studio des Privatsenders Polsat gesessen, nachdem er die schrecklichen Unfall-Bilder hatte mitansehen müssen. "Wir befürchteten schon das Schlimmste", gab Polsat-Redakteur Wlodzimierz Zientarski anschließend zu. Umso größer die Erleichterung nach der Diagnose: Nur Prellungen, ein verstauchter Knöchel und eine leichte Gehirnerschütterung, aber kein Knochenbruch.

Kein Wunder, dass auch sein Teamkollege Nick Heidfeld glücklicher war über die guten Nachrichten aus dem Krankenhaus als über seinen zweiten Platz hinter Hamilton. Heidfelds Chef erging es nicht anders, der Schock wich nur langsam der Freude über Heidfelds grandiose Fahrt: "Wir haben heute zwei Mal gewonnen", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. (mit dpa)