Formel-1-Punktesystem : Ecclestone will Sieger sehen

Rechteinhaber Bernie Ecclestone will die Formel-1-WM attraktiver machen. Schon von der kommenden Saison an sollen für die Fahrer-Gesamtwertung keine Punkte, sondern nur noch Siege zählen.

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone will seine Idee durchsetzen. -Foto: Getty

StuttgartDas bestehende Punktsystem soll der Vergabe von Medaillen für die ersten drei Plätze nach dem Vorbild der Olympischen Spiele weichen, so dass der Fahrer mit den meisten Siegen den WM-Titel gewinnen würde. "Die Fia und alle Teams stehen dahinter und es wird gemacht werden", sagte Ecclestone der englischen Zeitung "The Times". Platzierungen ab Rang vier würden dann nach dem Willen Ecclestones zwar in die Gesamtwertung eingehen, aber nicht in der für den Fahrer-WM-Titel ausschlaggebende Rangliste zum Tragen kommen.

Nach Ansicht Ecclestones würde die Formel 1 dadurch attraktiver, weil die Piloten immer bis zum Schluss um den Rennsieg kämpfen müssten. "Die Notwendigkeit dafür wurde durch den Grand Prix von Brasilien am Ende dieser Saison unterstrichen. Hamilton musste nur unter die ersten Fünf kommen und nicht gewinnen, um Weltmeister zu werden. Das neue System würde zu Überholmanövern ermutigen", sagte der Formel-1-Chef der "Times".

Konstrukteurstitel nach bisherigem System

Außerdem verspricht sich Ecclestone von dem neuen Reglement, das einer kleinen Revolution gleichkommen würde, größere Transparenz. "Jeder versteht Goldmedaillen und Silber und Bronze. Fast alle Sportarten funktionieren so." Der Konstrukteurstitel soll weiterhin nach dem bisherigen Punktesystem vergeben werden.

Laut dem Bericht der "Times" hat der Internationale Automobilverband Fia bestätigt, dass Ecclestone bereits mit Fia-Präsident Max Mosley über seine Idee gesprochen habe. Der Installation eines neuen Punktesystems ab dem ersten Saisonrennen 2009 am 29. März in Melbourne müsste der Fia-Weltrat bei seiner Sitzung im Dezember zustimmen. (rope/dpa)