Formel 1 : Räikkönen Trainingsschnellster in Schanghai

Mit seinem Ferrari ist Kimi Räikkönen die schnellste Zeit im freien Training zum Grand Prix von Schanghai gefahren. Der führende in der Gesamtwertung Lewis Hamilton erreichte nur Platz vier. Bester Deutscher wurde Nico Rosberg, der seinen Williams auf Platz fünf steuerte.

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Nicht aufzuhalten. Kimi Räikkönen fuhr im freien Training sicher auf Platz eins. -Foto: AFP

SchanghaiKimi Räikkönen hat im Ferrari die Bestzeit beim ersten Training zum Großen Preis von China erzielt. Der finnische Formel-1-Fahrer benötigte 1:37,024 Minuten für seine schnellste Runde auf dem 5,451 Kilometer langen Kurs in Shanghai. Zweiter wurde Titelverteidiger Fernando Alonso aus Spanien. Der McLaren-Mercedes-Mann hatte einen Rückstand von 84 Tausendstelsekunden auf Räikkönen. Der englische WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, dem eine nachträgliche Strafe wegen eines Bremsmanövers beim Großen Preis von Japan droht, kam im zweiten Silberpfeil auf den vierten Rang (+0,186 Sekunden) hinter dem Ferrari-Piloten Felipe Massa aus Brasilien (+0,104).

Bester Deutscher beim Trainingsauftakt zum vorletzten Saisonrennen an diesem Sonntag (8.00 Uhr/RTL und Premiere) wurde Nico Rosberg. Der Williams-Pilot aus Wiesbaden belegte den fünften Rang (+0,683). Nick Heidfeld aus Mönchengladbach fuhr im BMW-Sauber auf den zehnten Platz (+1,421), zwei Plätze dahinter reihte sich Ralf Schumacher ein (+1,637). Der Kerpener bestreitet in China sein vorletztes Rennen für Toyota, er wird das japanische Team nach dieser Saison verlassen. Sebastian Vettel aus Heppenheim im Toro Rosso und Adrian Sutil aus Gräfelfing im Spyker kamen nicht über den 20. und 22. Platz von 22 Piloten hinaus.

Hamilton, der nach 15 von 17 WM-Läufen mit zwölf Punkten vor Alonso (95) und Räikkönen (90) die Gesamtwertung anführt, könnte im Kampf um den WM-Titel indes einen Rückschlag erleiden. Möglicherweise wird der Internationale Automobilverband FIA heute eine offizielle Untersuchung gegen den Briten einleiten. Nach Auftauchen eines Fan-Videos im Internet muss sich Hamilton eventuell wegen eines Regel-Verstoßes verantworten. Er soll bei seinem Grand-Prix-Sieg am vergangenen Sonntag in Japan während einer Safety-Car-Phase nicht den Mindestabstand eingehalten haben. (mit dpa)