Formel 1 : Trainigsergebnis gleich WM-Zwischenstand

Formel-1-Pilot Lewis Hamilton lässt seinen Worten Taten folgen und fährt beim freien Training Stallkollege Alonso davon. Zusammen verwies das McLaren-Mercedes-Duo in Japan die Ferrari-Konkurrenz in die Schranken.

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Ralf Schumacher wurde am Fuße des Mount Fuji nur 15. -Foto: dpa

Der WM-Spitzenreiter aus England erzielte in der zweiten Session in 1:18,734 Minuten die klare Tagesbestzeit auf dem 4,563 Kilometer langen Fuji-Speedway und schlug damit seinen Stallrivalen Fernando Alonso um mehr als zwei Zehntelsekunden. Zusammen verwies das McLaren-Mercedes-Duo am Freitag die Ferrari-Konkurrenz in die Schranken. "Es hätte nicht besser laufen können. Wir waren schnell, konstant und haben alle geplanten Runden absolviert", stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug fest.

Die nach zwei Umläufen drittschnellste Runde auf dem neuen Kurs am Fuße des Fuji schaffte Kimi Räikkönen im Ferrari vor seinem Teamkollegen Felipe Massa aus Brasilien. Zwei Tage vor dem 15. von 17 WM-Läufen spiegelte das Trainingsergebnis exakt den WM-Zwischenstand in der Fahrerwertung wider.

Devise: "Attacke"

Die deutschen Piloten fuhren auf dem für fast alle Fahrer unbekannten Kurs im Mittelfeld, bzw. am Ende. Der WM-Fünfte Nick Heidfeld aus Mönchengladbach belegte am Morgen im BMW-Sauber den 13., am frühen Nachmittag den 15. Rang. Ralf Schumacher aus Kerpen wurde im Toyota 15. und 9., Adrian Sutil aus Gräfelfing dagegen überzeugte im Spyker mit den Plätzen 9 und 16. Sebastian Vettel aus Heppenheim im Toro Rosso dagegen konnte nicht ganz so glänzen: Er wurde 20. und 19. Nico Rosberg dürften seine Platzierungen (5./13.) derweil erstmal egal gewesen sein. Wegen eines Motorwechsels wird er beim Grand Prix in der Startaufstellung am Sonntag (6:30 Uhr MESZ/RTL und Premiere) um zehn Plätze zurückgestuft.

Um die Spitze dürften dagegen wieder einmal die Silbernen und die Roten kämpfen. "Wir müssen weiter Druck machen. Ferrari ist schnell", betonte WM-Primus Hamilton. Nachdem er am Donnerstag angekündigt hatte, notfalls auch so aggressiv zu fahren wie seine Teamkollege Alonso, gab er heute nach dem Training seine Devise für dieses und die noch weiteren zwei ausstehenden Rennen in China und Brasilien aus: "Attacke." Sein Vorteil im Kampf um die Krone in der Königsklasse: er sei eventuell hungriger. Für Alonso, der bereits zwei Mal mit Renault Weltmeister wurde, und Räikkönen spreche hingegen die Erfahrung.

Alonso hat mit insgesamt 95 Zählern zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton. Räikkönen hat 84, Massa 70 Punkte - für das Ferrari-Duo könnte der kommende Grand Prix bereits die letzte Chance sein. "Wir kämpfen ein bisschen damit, eine schnelle erste Runde auf neuen Reifen zu absolvieren", räumte Chefingenieur Luca Baldisseri bereits ein. (mit dpa)