Formel 1 : Winkelhock bei Spyker abgelöst

Markus Winkelhock wird nach nur einem Rennen in der Formel 1 für den niederländischen Rennstall Spyker wieder abgelöst. An seiner Stelle wird der Japaner Sakon Yamamoto die noch ausstehenden sieben Rennen bestreiten.

Jens Marx[dpa]
Spyker Team
Die deutschen Spyker-Piloten Adrian Sutil (l.) und Markus Winkelhock im Fahrerlager am NürburgringFoto: ddp

Frankfurt/MainWie zu erwarten war, bleibt es trotz Markus Winkelhocks Führungsrunden beim Heim-Grand-Prix am vergangenen Sonntag auf dem Nürburgring vorerst bei dem einmaligen Auftritt des 27 Jahren Schwaben aus Berglen-Steinach. An seine Stelle wird die noch ausstehenden sieben Rennen der Japaner Sakon Yamamoto bestreiten, gab Spyker bekannt.

Teamkollege Adrian Sutil aus dem bayrischen Gräfelfing bekommt damit bereits den dritten Fahrer in dieser Saison an seine Seite, nachdem sich der Rennstall von dem Niederländer Christijan Albers vor dem Großen Preis von Europa getrennt hatte. Erst dadurch war der Weg frei geworden für Winkelhock, Sohn des 1985 bei einem Sportwagen-Rennen im kanadischen Mosport verunglückten Manfred Winkelhock.

Yamamoto birngt Sponsoren mit

Ausschlaggebend für die Anstellung von Yamamoto dürfte eine entsprechende Mitgift sein. Winkelhock hatte beim Chaosrennen in der Eifel noch ohne finanzielle Unterstützung durch Sponsoren angeblich starten dürfen. Für positive Schlagzeilen hatte der Debütant dann weltweit gesorgt, weil er kurz nach dem Start für einige Runden die Führung übernommen hatte.

Sein Nachfolger Yamamoto erlebte sein Formel-1-Debüt vor rund zwei Jahren ebenfalls bei seinem Heimrennen mit dem Großen Preis von Japan in Suzuka. Dort wird in diesem Jahr allerdings nicht gefahren, sondern auf dem renovierten Kurs in Fuji nahe Tokio. Yamamoto stand damals in Diensten des Vor-Vorgängers von Spyker, Jordan.

Winkelhock fährt wieder Tourenwagen

Anschließend war der mittlerweile 25-Jährige Test- und Ersatzfahrer bei Super Aguri. Für das japanische Team bestritt er auch einige Rennen. In dieser Saison war er bislang in der Nachwuchsserie GP 2 im Einsatz. "Es freut mich sehr, dass ich wieder die Gelegenheit bekomme, in der Formel 1 zu fahren", sagte Yamamoto.

Teamchef Kolles bezeichnet ihn als einen der viel versprechendsten jungen Fahrer im Land der aufgehenden Sonne. "Adrian und er werden sich prima ergänzen." Beim Großen Preis von Ungarn in anderthalb Wochen haben sie die Gelegenheit, dies zu beweisen. Winkelhock wird unterdessen wohl wieder im Deutschen Tourenwagen-Masters DTM in Kolles' Privatteam fahren. (mit dpa)