Frankfurter Buchmesse : Ende der Buchmesse - Friedländer erhält Friedenspreis

Als Fazit lässt sich festhalten: Der Handel mit Buchlizenzen "brummt". Mit 283.000 Besuchern war die Messe ein Erfolg. Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging an Saul Friedländer.

Saul Friedländer
Der Historiker Saul Friedländer enthält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. -Foto: ddp

Frankfurt/Main Die 59. Frankfurter Buchmesse ist mit einer durchweg positiven Resonanz bei Verlegern und Ausstellern zu Ende gegangen. "Es hat selten eine Buchmesse gegeben mit einem so einhellig optimistischen Blick in die Zukunft", sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder.

 

In den vier Messetagen wurden trotz Bahnstreiks und Herbstferien 283.293 Gäste gezählt und damit lediglich rund 3000 weniger als im Vorjahr. Vor allem der An- und Verkauf von Buchlizenzen habe nach Angaben der Fachleute "gebrummt", sagte der Sprecher der Frankfurter Buchmesse, Thomas Minkus.

Saul Friedländer erhält Friedenspreis

Während der drei Fachbesuchertage wurden insgesamt 154.269 Besucher und damit knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr registriert. Zum Abschluss der weltgrößten Literaturschau am Sonntag wurde der israelische Historiker Saul Friedländer mit dem mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Er erhielt die Auszeichnung für seine Forschungen zum nationalsozialistischen Massenmord an den Juden.

Friedländer habe das seltene Talent, Geschichte nicht nur zu dokumentieren, sondern auch zu erzählen, würdigte der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Wolfgang Frühwald, den Preisträger in seiner Laudatio. Bei herrlichem Herbstwetter war am Wochenende vor allem das Freigelände der Buchmesse gefragt. Dort gab es für die kleinen Besucher unter anderem eine Pippi-Langstrumpf-Verkleidungsaktion.

Katalanische Kultur erleben

Auch die katalanische Kultur als Ehrengast der Buchmesse präsentierte sich während der fünf Tage nach Angaben von Minkus "besonders modern und vielseitig". An der Messe hat eine Rekordzahl von 7448 Ausstellern aus 108 Ländern teilgenommen. Sie stellten 391.653 Titel vor. Die Katalanische Kultur bot als Ehrengast der Buchmesse Lesungen und Diskussionen mit 150 katalanischen Autoren.

Zur Messe erschienen mehr als 50 Titel der Schriftsteller der spanischen Provinz in deutscher Übersetzung. Neben der Bildung war die Digitalisierung eines der großen Themen der Buchmesse. Präsentiert wurde unter anderem die neue Branchenplattform für digitale Inhalte "libreka", die ursprünglich unter dem Namen Volltextsuche-Online an den Start gegangen war. (mit ddp)