Der Tagesspiegel : Fünf Jahre danach wieder ein Tsunami

Apia - Nach einem schweren Seebeben im Pazifik hat ein verheerender Tsunami auf den Samoa-Inseln und Tonga mehr als 120 Menschen in den Tod gerissen. Nach Augenzeugenberichten wurden am Dienstag ganze Dörfer und Ferienanlagen von den Flutwellen weggespült. Die Wellen sollen bis zu neun Meter hoch gewesen sein. Ausgelöst wurde der Tsunami durch ein Seebeben der Stärke 8,2. 84 Tote wurden allein aus Samoa gemeldet, 22 aus dem benachbarten Amerikanisch-Samoa. Auch auf Tonga starben zahlreiche Menschen. Die Behörden rechneten mit einem Anstieg der Opferzahlen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden auf den Samoa-Inseln zwei Berliner leicht verletzt. Am schwersten getroffen seien zwei winzige Inseln vor der Hauptinsel Upolu. Einwohner und Touristen hätten trotz eines Frühwarnsystems kaum Zeit zur Flucht gehabt: Das Epizentrum des Bebens habe so nahe an Samoa gelegen, dass „nur Minuten“ geblieben seien, bis die Flutwellen eintrafen.

Keine 24 Stunden nach dem schweren Erdbeben vor Samoa hat ein Beben am Mittwoch auch die indonesische Insel Sumatra erschüttert. In Fernsehberichten aus der Region wurde von mindestens 75 Toten berichtet. In der Stadt Padang stürzten zahlreiche Gebäude ein, darunter auch Hotels. Viele Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Das Beben erreichte die Stärke 7,6. Zahlreiche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet.

Einer neuen Studie zufolge sind die beiden Beben möglicherweise eine Folge der verheerenden Erdstöße vom Dezember 2004. Diese lösten damals einen Tsunami aus, der in Südostasien rund 230 000 Menschen das Leben kostete. Tsp/AFP/dpa

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