Der Tagesspiegel : Für die S-Bahn nach Falkensee will der Bund kein Geld geben

Falkensee - Für die Verlängerung der S-Bahn von Spandau in die rasant wachsende Stadt Falkensee fehlt weiterhin das Geld: Der Bund lehne eine Finanzierung des 50 Millionen Euro teuren Vorhabens unverändert ab, sagte Lothar Wiegand, Sprecher des Potsdamer Verkehrsministeriums, am Dienstag. Der Bund habe nach wie vor Zweifel an der Wirtschaftlichkeit, da es parallel zur Strecke eine gut ausgelastete Regionalbahnverbindung gebe.

Brandenburg und Berlin dagegen pochen weiter auf den Ausbau. Sie berufen sich auf eine Zusage des Bundes nach der Einheit, Berlins S-Bahn-Netz „im Wesentlichen“ so wieder herzustellen, wie es beim Bau der Mauer 1961 existierte. Bei entfernteren Orten – so bei Falkensee – behielt man sich Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor. Laut Wiegand ist eine neue Kosten-Nutzen-Analyse in Arbeit, bei der verschiedene Varianten geprüft werden.

Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus haben die Verweigerungshaltung des Bundes scharf kritisiert. Für die Quartiere von Spandau bis Falkensee würde die S-Bahn eine erhebliche Verbesserung darstellen, sagte Claudia Hämmerling, die verkehrspolitische Sprecherin. thm

0 Kommentare

Neuester Kommentar