Der Tagesspiegel : Funkmuseum will Räume nicht hergeben

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Königs Wusterhausen – Die Betreiber des Rundfunkmuseums auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen wollen der Aufforderung der Telekom zur Räumung der Gebäude vorerst nicht nachkommen. Rund 1000 Exponate könnten nicht in so kurzer Zeit in andere Gebäude ausgelagert werden, sagte WolfDieter Säuberlich vom Förderverein. Wie berichtet, hat die Telekom den Mietvertrag mit dem Verein nicht verlängert. Das Museum an der „Wiege des zivilen Rundfunks in Deutschland“ könne sich die Telekom nach eigenen Angaben nicht mehr leisten. Die Räume sollen am 3. August besenrein sein. „Den Schlüssel übergeben wir am 3.8. auf keinen Fall“, sagte Säuberlich. „Uns stehen gar keine Räume für die wertvollen Zeugnisse der Rundfunkgeschichte zur Verfügung.“ Am 20. Dezember 1920 war vom Funkerberg in Königs Wusterhausen die erste zivile Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt worden. Der Förderverein des vor zehn Jahren eröffneten Museums lässt es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Telekom ankommen. Man sei von einer automatischen Verlängerung des Mietvertrags ausgegangen, hieß es. Ste.

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