Fußball : G14: Werder will da rein

Der elitäre Klub G14 wird bald erweitert. Mit Werder Bremen darf sich der vierte deutsche Verein Hoffnungen machen, in Zukunft mit den Großen des Fußball-Geschäfts an einem Tisch zu sitzen. Noch ist man an der Weser aber skeptisch.

BremenFußball-Bundesligist Werder Bremen hat die Nachricht von der möglicherweise noch in diesem Jahr bevorstehenden Aufnahme in die G14 der großen europäischen Clubs mit sehr großer Zurückhaltung aufgenommen. "Ich möchte dazu erst etwas sagen, wenn wir auch darüber informiert sind", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs. Er finde es "schon seltsam, dass die Absicht erklärt wird, ohne mit den Betroffenen darüber gesprochen zu haben."

Werder hatte in jüngster Vergangenheit wiederholt Ambitionen angemeldet, in die Interessenvereinigung der europäischen Fußball-Großclubs aufgenommen zu werden. Die Berechtigung dazu resultiert nach Vereinsansicht aus den sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahre. Der viermalige deutsche Meister spielt in dieser Saison zum vierten Mal in Serie in der Champions League.

Leistungen auf europäischer Bühne sollen belohnt werden

Nahrung erhielten die Bremer Hoffnungen durch ein Interview des G14-Geschäftsführers Thomas Kurth. Der 50 Jahre alte Schweizer kündigte im "Handelsblatt" die Erweiterung der G14 an. "Zu den 18 aktuellen Mitgliedern wird aus den 22 bestplatzierten Ländern in der Uefa-Fünfjahreswertung jeweils ein neuer Verein hinzukommen, und zwar jeweils der über die letzten fünf Jahre in der nationalen Meisterschaft am besten klassierte. In Deutschland ist das zum Beispiel Werder Bremen", sagte Kurth.
Die Aufnahme solle noch 2007 erfolgen. Aus Deutschland sind Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in dem mittlerweile 18 Vereine zählenden Gremium vertreten. (mit dpa)