Gazastreifen : Erneut Raketenbeschuss - Israel droht mit Vergeltung

Ehud Olmert kündigt nach weiteren Raketenangriffen aus dem Gazastreifen eine harte Reaktion Israels an. Zwei Wochen nach Beginn des Waffenstillstands spitzt sich die Lage offenbar wieder zu.

Tel AvivNach neuem palästinensischen Raketenbeschuss hat der scheidende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert am Sonntag eine harte Reaktion angekündigt. Olmert sagte während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem: "Wenn die Bürger im Süden Israels beschossen werden, wird die israelische Reaktion hart sein." Man werde "nicht zu den alten Spielregeln zurückkehren, die die Terrororganisationen uns aufzwingen wollten". Er habe Verteidigungsminister Ehud Barak angewiesen, die Armee für eine Reaktion vorzubereiten.

Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten den Raketenbeschuss israelischer Ortschaften auch am Sonntag fortgesetzt. Ein Militärsprecher bestätigte, es seien insgesamt vier Kassam-Raketen abgefeuert worden. Über Verletzte oder Sachschaden wurde nichts bekannt. Eine der Raketen schlug in der Nähe eines Kindergartens ein.

Seit Ausrufung einer Waffenruhe nach der blutigen israelischen Offensive im Gazastreifen vor zwei Wochen war es mehrmals zu vereinzelten Angriffen auf Israel gekommen. Ziel des dreiwöchigen Militäreinsatzes, bei dem etwa 1300 Palästinenser getötet wurden, war eine Unterbindung des Raketenbeschusses. (goe/dpa)