Gebühren : Umweltschädliche Flieger müssen mehr zahlen

Aktion saubere Luft: Deutschlands größte Flughäfen Frankfurt am Main und München wollen ab Januar über die Start- und Landegebühren die Schadstoffe in der Umgebung senken.

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Flughäfen: Gebühren gegen Schadstoffe. -Foto: ddp

Frankfurt/MainEin Pilotprojekt für abgasabhängige Gebühren kündigte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) an. "Der Einsatz umweltfreundlicher Flugzeuge wird künftig belohnt, stärker emittierende Maschinen müssen ein höheres Entgelt zahlen", erklärte er. Die Airlines hätten so einen Anreiz, moderne und umweltfreundlichere Flugzeuge einzusetzen. Unterm Strich soll das Gebührenaufkommen gleich bleiben. Über die Flughäfen Frankfurt und München wird rund die Hälfte des deutschen Luftverkehrs abgewickelt.

Die Gebühren sollen nur auf Stickoxide und unverbrannte Kohlenwasserstoffe erhoben werden, die während der Starts und Landungen entstehen und sich in der Umgebung niederschlagen. Damit solle die Luftqualität in der Nähe von Flughäfen verbessert werden. Jedoch geht es bei den Plänen nicht um Kohlendioxid, das als wichtigster Auslöser für den Klimawandel gilt. Umweltschützer fordern immer wieder schärfere Maßnahmen für eine Senkung des CO2-Ausstoßes von Flugzeugen. (mit AFP)