Gedenkstätte : Harald Schmidt unterstützt Vertriebenenzentrum

Das umstrittene "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin hat mit dem TV-Allroundtalent Harald Schmidt einen weiteren prominenten Unterstützer.

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Für mehr Theater: Harald Schmidt. -Foto: ddp

BerlinDer TV-Entertainer Harald Schmidt unterstützt das umstrittene Projekt "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin. Das bestätigte die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach. Damit wächst die Reihe Prominenter, die sich für den Bau eines Gedenkzentrums in der Bundeshauptstadt aussprechen. Neben Schmidt sind dies unter anderem der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz sowie die Schriftsteller Ralph Giordano und György Konrad.

BdV-Präsidentin Steinbach fordert bereits seit langem ein "Zentrum gegen Vertreibungen" in Berlin, in dem auch der Vertreibung der Deutschen aus Polen und der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht werden soll. CDU und SPD vereinbarten in ihrem Koalitionsvertrag, in Berlin ein "sichtbares Zeichen" des Gedenkens zu setzen. Die polnische Regierung protestierte bereits mehrmals gegen ein Gedenkzentrum in der deutschen Hauptstadt.

Steinbach sagte, für das kommende Jahr plane der BdV eine Ausstellung zum Thema "Siedlungsgeschichte der Deutschen". Ende Oktober feiert der BdV seinen 50. Geburtstag. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach Angaben Steinbachs die Festrede halten. (mit dpa)