Der Tagesspiegel : Geld begreifen: Ausstellung für Kinder im FEZ

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Berlin - Inflation ist, wenn Laura im Kaufmannsladen den Preis für die Rosinen erhöhen muss, weil die Jungs am Basteltisch sich zu viele Geldscheine gedruckt haben. Und weil sie alles sofort ausgeben wollen, statt es nebenan bei Kevin und Sophie am Bankschalter einzuzahlen.

Laura ist zehn. Sie war unter den ersten Kindern, die gestern die neue Spieleausstellung „Mäuse, Money und Moneten“ in Berlins größtem Kinder- und Jugendzentrum FEZ ausprobierten. Der Raum mit zwölf bespielbaren Stationen soll Kindern ab sechs Jahren erklären, woher das Geld kommt, wofür es gut ist und was die Bank damit macht. Eine Dagobert-Duck- Badewanne voller Scheine steht dort, es gibt eine Gelddruckerei und ein Lexikon (von Aktie bis Zinsen). Dank vieler Sponsoren ist das begehbare Lexikon mit reichlich Anschauungsmaterial bestückt, die Bank hat ein UV-Prüfgerät und einen Geldzählautomaten. Premierengast Ulrich Preuß, Berlin-Chef der Bundesbank, fand „alles liebevoll gemacht und eine gute Investition in Wirtschaftsbildung“. Er tauschte an der Wechselbörse ein mitgebrachtes Buch über die D-Mark gegen einen Goldbarren um. Nur auf den ersten Blick ein gutes Geschäft: Der Barren war ein vergoldetes Brikett. obs

Bis 17.12. im FEZ Wuhlheide (Köpenick), für Gruppen/Klassen Di-Fr, für Familien Mi 15-18, Sa 13-18, So 10-18 Uhr. Infos: (030) 53 07 11 46, www.fez-berlin.de

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