Der Tagesspiegel : Geldsorgen schrecken ab

Uni-Gebühren: SPD fühlt sich von Studie bestätigt

Noch immer entscheiden sich kaum mehr Abiturienten für ein Studium – finanzielle Sorgen und Studiengebühren sind der Hauptgrund für den Verzicht. Das geht nach Angaben von Ulla Burchardt, der Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bundestag, aus der Studie „Studienberechtigte 2008“ des HIS hervor, die dem Bundesbildungsministerium seit Juni vorgelegen habe.

Die Studierquote bleibt demnach weiterhin auf niedrigem Niveau. Nur 69 Prozent der Studienberechtigten entscheiden sich für ein Studium, teilte Burchard mit. In den vergangenen Jahren sei diese Studierquote kontinuierlich gefallen auf zuletzt 68 Prozent. Das niedrige Niveau bestehe fort.

Die finanziellen Voraussetzungen für ein Studium seien bei mehr als drei Vierteln (77 Prozent) der Grund für den Studienverzicht. Für knapp drei Viertel sei die drohende Überschuldung durch Studienkredite ausschlaggebend. 69 Prozent entschieden sich wegen Studiengebühren gegen ein Studium, bei Frauen seien es sogar 75 Prozent, bei Männern 57 Prozent. Burchardt forderte die Abschaffung der Gebühren. Das geplante Stipendiensystem werde das Problem für einkommensschwache Familien nicht lösen. akü

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