GENKARTOFFEL AMFLORA : Eine Knolle, die Klebstoff liefert

Ausgerechnet die Knolle, die Forscher der Firma BASF Plant Science entwickelt haben, könnte nun als „Genkartoffel“ Karriere machen. Dabei haben alle Kartoffeln Gene – und bei „Amflora“ ist streng genommen ein Gen weniger wirksam als bei den anderen: das Gen für die Stärkekomponente Amylose. Die Kartoffel wurde nicht für Feinschmecker, sondern unter anderem für die Papier- und Kunststoffherstellung gezüchtet. Hier interessiert man sich nur für den zweiten der beiden Stärkeanteile der Kartoffel, das Amylopektin. Denn das hat besonders gute Kleb- und Kleistereigenschaften. Es kann nach Auskunft der Firma Papier glänzender, Klebstoff länger flüssig und Garn reißfester machen. Die in diesem Fall unerwünschte Amylose wird dadurch ausgeschaltet, dass das Gen für das Enzym Stärkesynthetase in einer spiegelbildlichen Kopie in das Genom der Kartoffel eingebaut wird. Durch die „Antisense“-Technik ist die Information zur Bildung des Enzyms blockiert. Aufwendige Prozeduren zur Trennung der Komponenten entfallen. aml

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